MIA
Wien, 15. 3. 2014 Eine wichtige Vorbemerkung: Ursprünglich wollte ich nach meinem Impfversuch an mir selbst drei Jahre warten bis ich ihn in einer Zeitschrift veröffentlicht hätte. Nachdem ich jetzt zwar seit 38 Monaten schubfrei bin (zuvor hatte ich im selben Zeitraum etwa 6 Schübe), sich mein Allgemeinzustand aber eher verschlechtert hat, gehe ich heute davon aus, dass die zugrunde liegenden Überlegungen stimmen, ich aber etwas übersehen haben muss. Möglicherweise liest aber ein Arzt diese Seite und findet die erforderliche Verbesserung. Das Nachstehende basiert nicht auf einer klinischen Studie, sondern auf meiner persönlichen Fallbeobachtung. Ich empfehle Ihnen nichts, ich führe nur an. Was immer Sie machen wollen, besprechen Sie es mit Ihrem Arzt! Impfung durch MIA (Minimal Invasive Autoimmunisierung)  oder Impfung gegen MS, Autoimmun- und autoaggressive Erkrankungen? Lange schon habe ich an mir etliche Therapiemethoden zur Behandlung meiner Multiplen Sklerose ausprobiert bzw. modifiziert. Das hat einerseits damit zu tun, dass ich Arzt bin und andererseits damit, dass ich lange Zeit in der Pharmaindustrie tätig war. Nachdem ich an mir allerdings keine „Klinische Studie“ durchführen konnte, wartete ich drei schubfreie Jahre ab, bis ich meine Ergebnisse an die Öffentlichkeit brachte, wohl wissend, wie die Reaktionen darauf aussehen werden und ich mich vermutlich nirgendwo mehr blicken lassen kann. Mir ist ebenso klar, dass in der Medizin Ergebnisse wie die meinen nur akzeptiert werden, wenn sie nach bestimmten Regeln eben in der Form von „Klinischen Studien“ durchgeführt werden. Ebenso ist es durchaus möglich, dass ich der einzige Mensch auf dieser Welt bin, der in der angeführten Form auf diese Impfung reagiert. Begonnen hat alles bei der Präsentation von einem meiner Bücher über „Koreanische Handmassage“, als mich meine Verlagsleiterin fragte, ob ich einen MS-Ratgeber für ihren Verlag schreiben möchte. Sie gehörte damals zu den wenigen, die von meiner Erkrankung wussten. Das war ein guter Anlass für mich, um mich nicht weiterhin hinter meiner Anonymität zu verstecken und meine Beziehung zu meiner Erkrankung, über die ich bis zu diesem Zeitpunkt nur mit wenigen Menschen sprach, und meine Erkenntnisse  über sie aufzuarbeiten. Seit damals arbeitete ich die neuesten Ergebnisse über die Multiple Sklerose durch und veröffentlichte diese auf meiner Homepage. Eine der für mich bemerkenswerten Studien war jene von Karsten Kretschmer, erschienen am 14. 10. 2010; Minimaler Einsatz bei guten Verbindungen, http://tu- dresden.de/aktuelles/newsarchiv/2010/9/ms/newsarticle_view Er stellte aus körpereigenen Antigenen und geringen Mengen an sie gekoppelnden Antikörpern (Anti-DEC-205) Komplexe her und verabreicht sie an Mäuse, welche an "Experimental Autoimmune Encephalomyelitis (EAE)" erkrankt waren, die der menschlichen Krankheit MS in vielen Aspekten gleicht. Diese waren dann langfristig gegen EAE geschützt. Um das an mir auszuprobieren, versuchte ich natürlich diese Antikörper zu besorgen, allerdings waren sie so teuer, dass ich schnell davon Abstand nahm. Des Weiteren gelang es mir nicht, das Verdünnungsverhältnis von Antikörper zu Blut der oben angeführten Studie herauszufinden, weshalb ich mein Vorhaben auf unbefristete Zeit verschob. Bis mir eines Tages klar wurde – Will ich verdünnte Antigen-Antikörper- Komplexe herstellen (und mir verabreichen), kann ich entweder zu den körpereigenen Antigenen (im Blut) geringe Mengen (von allerdings sehr teuren) Antikörpern mischen und injizieren (wofür ich aber Laborbedingungen benötigt hätte) oder an Antikörper geringe Mengen von Antigenen (also von meinem Blut) zu binden brauchte. Was einfach war, Antigene hatte ich ja genug und Antikörper wohl auch. Ich ging davon aus, dass ich im „Normalbetrieb“, also im schubfreien Intervall genügend Antikörper besitze, die dann im Schub stark abnahmen. Also musste ich nur in einer schubfreien Zeit mir Blut abzunehmen, zu verdünnen und unter die Haut zu spritzen (in den Muskel deswegen nicht, um keine Blutung zu riskieren und damit das Verdünnungsverhältnis zu verfälschen). Der Rest war Denkarbeit. Ich hatte daheim eine 1 ml-Spritze, eine 20 ml-Spritze, Kochsalzlösung und Nadeln. Wenn ich einen Tropfen Blut (etwa 1/20 ml) auf 1 ml physiologischer Kochsalzlösung verdünnte, bekam ich eine Verdünnung von 1 zu 20, mit einem Tropfen Blut auf 20 ml eine Verdünnung von 1 zu 400. Also nahm ich mir einen Tropfen Blut ab und verdünnte ihn auf 1 ml und verabreichte mir das an Tag 1, nach 4 Wochen und nach 6 Monaten subkutan. Nachdem ich nach den ersten beiden Impfungen stark reagierte, wiederholte ich sie ein halbes Jahr später mit einer Verdünnung von 1:400 und später mit 1:8.000, verabreichte mir jedes Mal 1 ml davon in den angeführten Abständen und hatte einen Vergleich. Schubfrei war ich bereits nach den ersten beiden Impfungen, am besten verträglich war die Verdünnung 1:400. Nachdem es nicht unüblich ist, Eigenblut unverdünnt  in bestimmten Verdünnungen und mit bestimmten Zusätzen zu verabreichen, ging ich von keiner nennenswerten Selbstgefährdung aus. Ebenso wird Patienten mit MS bzw. Autoimmun- und autoaggressiven Erkrankungen nicht empfohlen, „blaue Flecken“ zu vermeiden, also gehe ich nicht davon aus, dass durch solche oder durch subkutane Verabreichung von noch dazu verdünntem Eigenblut eine Gefahr ausgeht. Würde ich heute nochmals am Beginn meiner MS-„Karriere“ stehen, würde ich mir nach meinem heutigen Erkenntnisstand jeweils 1 ml von 1:400 verdünntem Eigenblut (1 Tropfen Eigenblut verdünnt auf 20 ml NaCl- Lösung) an Tag 1, nach 4 Wochen und nach 6 Monaten subkutan verabreichen, evtl. einer Auffrischung alle 2 Jahre. Die gute Wirkung meiner MIA hielt etwa 2 Jahre an, dann verschlechterte sich mein Allgemeinzustand (v.a. verstärkte Spastik) ohne Schub kontinuierlich. Nachdem dies nur das Ergebnis meines privaten Versuchs und nicht das einer klinischen Studie ist, kann ich dies natürlich niemanden empfehlen. Auf keinen Fall würde ich auch an einer bestehenden Medikation etwas ändern. Wenn diese Art der Immunisierung nicht nur bei (meiner) MS wirkt, dann ist sie möglicherweise auch bei anderen Autoimmunerkrankungen und auch bei Erkrankungen, bei denen der Körper Zellen gegen sich selbst bildet, wirksam. Der Zusammenhang zwischen der MIA und meiner Schubfreiheit, immerhin hatte ich noch im Jahr vor der Autoimmunisierung 4 behandelte Schübe, ist auffallend zufällig. Möglich ist allerdings auch, dass man bei chronischen Krankheitsbildern, nämlich dort, wo der Patient keine Antikörper selbst bilden kann, solche ersetzen muss (bei MS z.B. Anti-DEC-205). Mir ist natürlich klar, dass ich mich für den Rest meines Lebens lächerlich gemacht habe, wenn die MIA nur bei mir wirksam sein sollte. Nachdem eine klinische Studie in ihrer Durchführung etwa 50.000 € kosten würde (was der Portokasse von einer größeren Firma entspricht), wird eine solche wohl niemals gemacht werden. Und ich weiß ja nun wirklich nicht, ob ich möglicherweise der einzige Mensch auf dieser Welt bin, der so auf die MIA reagiert. Nochmal: Das Beschiebene basiert nicht auf einer klinischen Studie, sondern auf meiner persönlichen Fallbeobachtung. Ich empfehle Ihnen nichts, ich führe nur an. Was immer Sie machen wollen, besprechen Sie es mit Ihrem Arzt! “To loose is not to fail, the only failure is to loose and not to try again.” Frank Brutus, Cape Town